Millionenauftrag bei Hausmesse

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Maschinenbauer Bausch + Ströbel stellt Unternehmen und Neuentwicklungen vor.

Der Sondermaschinenbauer Bausch + Ströbel zeigt sich und sein Portfolio im Rahmen einer einwöchigen Hausmesse. Dabei unterzeichnete am zweiten Tag ein Asiate spontan einen Millionenauftrag.

Die Mitarbeiter in Ilshofen geben sich angesichts eines Auftragsbestands von gut einem Jahr sehr selbstbewusst. Geschäftsführer Siegfried Bullinger: "Je nach Maschinengröße sind unsere Auftragsbücher 10 bis 14 Monate voll." Bestellte größere Anlagen seien schon fürs kommende Jahr eingeplant.

Geschäftsführer Markus Ströbel stellt den Besuchern, die aus Europa und Russland oder China kommen, das Unternehmen vor: 900 Mitarbeiter in Ilshofen, weltweit mehr als 1000.

Die fünftägige Hausmesse findet zum ersten Mal in dieser Form statt. Mehr als 220 Firmenvertreter informieren sich über Stand der Technik und Trends beim Abfüllmaschinenbauer für flüssige Pharmaprodukte. So zeigt Thomas Seiffer (Abteilung Forschung/Versuch) Möglichkeiten auf, wie Maschinenbediener anhand von elektromagnetischen Signalen (RFID-Armbänder) von den Abfüllmaschinen identifiziert werden. Zum Patent angemeldet ist eine Neuentwicklung von Bausch + Ströbel (B+S), mit welcher die Funktionalität von Silikonsprühdüsen zu 100 Prozent kontrolliert wird: ein optischer Sensor sitzt dabei direkt in der 0,3 Millimeter dünnen Sprühdüse.

Das laufende Jahr, so schätzt Geschäftsführer Bullinger, wird mit einem Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent abgeschlossen. "Wir hatten auch in der Wirtschaftskrise keinen Umsatzrückgang", verdeutlicht er das stetige Wachstum. Daher seien weder Entlassungen noch Kurzarbeit angesetzt gewesen. "Wir haben dieses Jahr schon wieder 15 Leute eingestellt", sagt Bullinger.

Besonders gut liefen derzeit die Geschäfte mit Asien und Russland. Dabei sind besonders Anlagen gefragt, die Fertigspritzen oder "Karpulen" abfüllen, verschließen und etikettieren. Eine "Karpule" ist eine Glasampulle, die etwa Zahnärzte in Spritzengestänge oder Diabetiker in Insulinpens einlegen.

Die Besucher bei Bausch + Ströbel interessieren sich besonders für die extrem hohe Fertigungstiefe. "Wir haben auch Betriebselektriker und Putzfrauen direkt angestellt", betont Siegfried Bullinger. Es sei Firmenphilosophie, die Anlagen weitgehend komplett mit eigenem Personal zu entwickeln und zu bauen. Dadurch bewegen sich die Abfüllanlagen aus Ilshofen "preislich im oberen Bereich", erklärt Bullinger. "Aber die Kunden wissen das und honorieren dies."

In der neu gebauten Montagehalle zeigt Bausch + Ströbel sechs Anlagen, zudem gibt es Rundgänge durch die ganze Firma. Weiter finden Fachvorträge von B+S-Mitarbeitern statt. So spricht Konstruktionsleiter Werner Wieland über die "gläserne Produktion", also der Nachverfolgbarkeit eines jeden einzelnen abgefüllten Fläschchens - auch bei Anlagen mit einem Ausstoß von 36 000 Stück pro Stunde.

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